IKAM Arbeitsfeld Patienten und Prävention

Patientenorganisationen und Europäische Patientenföderation für Anthroposophische Medizin / EFPAM
Die Zahl der europäisch tätigen Interessengemeinschaften im Gesundheitsbereich ist in den letzten Jahren stark gewachsen, vor allem im Bereich der Patientenverbände. Für die Behörden wird es daher immer schwieriger zu differenzieren, welche Organisationen als Ansprechpartner angesehen werden müssen. EFPAM sieht es darum als eine wichtige Aufgabe an die Allianzen auszubauen und zu verstärken.

Die Pflege der Kontakte und die Zusammenarbeit mit anderen Patienten-, Ärzte- und Therapeutenverbänden im Bereich der anthroposophischen Medizin sowie auch im Bereich der breiten Komplementärmedizin war im Berichtsjahr erneut eine wichtige Aufgabe. Ziel dieser Zusammenarbeit ist, die europäische Politik und die politischen Entscheidungsträger für die besonderen Probleme der Komplementärmedizin im allgemeinen und die der anthroposophischen Medizin zu interessieren und zu engagieren.
EFPAM hat im Berichtsjahr an verschiedenen Gremien und Konferenzen teilgenommen, wie IKAM, die neue NGO ELIANT und EUROCAM. Die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, wie IVAA und ECHAMP ist ausgezeichnet. Unsere guten Kontakte mit dem europäischen EFPAM wurden weiterhin, mit Verständnis für die besonderen Ausgangslagen beider Organisationen, gepflegt.

Im Jahre 2011 arbeitete EFPAM an folgenden Themen:
• Die Verfügbarkeit der anthroposophischen Heilmittel
• Die Rolle der Patienten in der Sichtbarkeit der anthroposophisch-medizinischen Bewegung
in Europa (Allianzbildung)
• Demokratie und Therapiefreiheit
• Projekt “Patientenkompetenz”.
Die völlig erneuerte Repräsentanz im Internet, www.efpam.eu, erweist sich als immer wichtiger, vor allem da Politiker, politische Gremien und Behörden das Internet als wichtigste Quelle für ihren Informationsbedarf verwenden. Die EFPAM-Ziele lassen sich Zusammenfassen in den drei A's: Access, Availibility and Affordibility.
• Access (Zugang) anthroposophischer Gesundheitsprofessionals und Heilmittelhersteller zum Markt, damit die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten erfüllt werden können.
• Availability (Verfügbarkeit) der Dienste und Produkte (Heilmittel) der anthroposophischen Medizin für die Verbraucher.
• Affordibility (Bezahlbarkeit) der Dienste und Produkte innerhalb der unterschiedlichen europäischen Gesundheitsversicherungssysteme.
• Im Jahre 2011 kam zu diesen drei A's noch eine vierte dazu: Applicability (Anwendbarkeit).

Viele Politiker und Behörden meinen, dass die die Registrierung (= Access) von Medikamenten in die gültige europäischen Gesetzgebung schon weitgehend und umfassend geregelt ist; die Wirklichkeit aber ist leider anders und lässt die reibungslose Registrierung der anthroposophischen Heilmittel nur sehr beschränkt zu.
Die aktuelle Wirtschaftsituation in Europa macht uns grosse Sorgen, da sie direkten Einfluss auf das Gesundheitswesen nimmt. Sie birgt auch eine potentielle Gefährdung für die Entwicklung und Durchsetzung der individuellen Therapiefreiheit. Das Thema Patientenkompetenz und im erweiterten Sinne die Gesundheitskompetenz des Menschen war im Berichtsjahr erneut zentrales Thema, an dem weiter gearbeitet wurde und wird das auch in den nächsten Jahren bleiben.
René de Winter arbeitet als Koordinator für EFPAM / European Federation of Patients’ Associations for Anthroposophic Medicine, Hans-Jürgen Schumacher ist sein Stellvertreter.

Koordination und Kontakt:

René de Winter M.A.
Präsident der EFPAM
E-Mail: wintberg@email.li
www.efpam.eu

Adressen und Kontaktdaten der Patientenverbände finden Sie bei Adressen und Links



Dr. med. Stefan Schmidt-Troschke
 
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