IKAM Arbeitsfelder Ärztearbeit

Koordination Kliniken
Im Verband anthroposophischer Kliniken e.V. findet zweimal jährlich in Plenumstreffen eine Begegnung und ein Austausch der 25 Mitglieder statt. Aus dem Kreis dieser Verbandsmitglieder wurde 2005 von 9 Kliniken die „gemeinnützige AnthroMed GmbH“ als Arbeitsinstrument für verschiedene operative Aufgaben gegründet.


 Schon seit 2004 wird das Thema der Markenbildung innerhalb der Anthroposophischen Medizin in enger Abstimmung mit der Medizinischen Sektion bearbeitet. Mit IKAM wurde verabredet, dass die Kliniken diesen Prozess aktiv voranbringen und dass dieser Prozess so offen gestaltet werden soll, dass andere Berufsgruppen bei Interesse zu diesem Markenprozess hinzutreten können. Mit der Eintragung der Marke „AnthroMed®“ durch die AnthroMed GmbH im Jahre 2007 wurde ein wichtiges Zwischenergebnis erreicht. Danach haben die Kliniken begonnen, einen Kriterienkatalog nebst Verfahren für die Erlangung der Markenrechte zu erarbeiten. Zur Zeit unterziehen sich die Kliniken, die Gesellschafter der AnthroMed GmbH sind, dem Zertifizierungsverfahren. Dabei soll auch das Verfahren und der Kriterienkatalog auf Praxistauglichkeit hin getestet werden. In einem nächsten Schritt wurde bereits 2008 begonnen, das Qualitätslabel „AnthroMed®“ über den klinischen Bereich hinaus anwendbar zu machen. Die Bereiche der medizinischen Versorgungszentren (MVZ’s), der ambulanten Pflege und Heileurythmie arbeiten für ihre Bereiche an geeigneten Anpassungen und Kriterienkatalogen.
Die AnthroMed gGmbH konnte in einem weiteren zentralen Aufgabenfeld, für das sie gegründet wurde (als Entwicklungs- und Auffang- resp. Aufbaugesellschaft), aktiv werden, indem sie der Mutter- und Kind-Klinik Alpenhof im Allgäu für einen wichtigen Expansionsschritt zur Stärkung der Eigenkapitaldecke beitragen konnte. Aus dem fränkischen Feuchtwangen kam die Anfrage um die Übernahme eines Krankenhauses. Intensive Verhandlungen sind im Gange. Gleichzeitig zeigt sich – auch im Zusammenhang mit einem weiteren Investitionsprojekt – dass die finanziellen Möglichkeiten für strategisches Engagement völlig unzureichend sind. Die Marginalisierung einer nicht ausreichend wachstumsfähigen klinischen Anthroposophischen Medizin ist weiterhin ein sehr ernstes Bedrohungsszenario.
Ein neues und ausserordentlich wichtiges Projekt betrifft die Ausbildung anthroposophischer Ärzte. Viele anthroposophische Ärzte stehen im siebenten Lebensjahrzehnt. Allein um den Status quo halten zu können, müssen dreimal mehr Ärzte als derzeit ausgebildet werden. Um expandieren zu können, entsprechend mehr. Einerseits aus ganz vitalen Interessen – ohne resp. mit zu wenigen anthroposophischen Ärzten gibt es keine anthroposophischen Kliniken – andererseits als wichtiger Ausbildungsort für anthroposophische Ärzte – ohne anthroposophische Kliniken gibt es keine anthroposophischen Ärzte, jedenfalls nicht in dem umfassenden, von Rudolf Steiner geforderten Sinne der Schaffung eines eigenen Systems Anthroposophischer Medizin – hat der Klinikverband in Zusammenarbeit mit den Ärztegesellschaften insbes. im deutschsprachigen Raum GAÄD und VAOAS ein Projekt begonnen zunächst mit dem Ziel, die Ausbildung der Assistenten zu verbessern. Im weiteren kommt es zentral darauf an, ein einheitliches Ausbildungscurriculum zu schaffen, das internationalen Standards genügt und entsprechend zertifizierbar ist, da ansonsten nicht mit genügend Nachwuchs an anthroposophischen Ärzten gerechnet werden kann. Hier liegt noch ein grosser Koordinations- und Integrationsbedarf vor.

Koordination und Kontakt


Dr. med. Roland Bersdorf, Geschäftsführer des GK Havelhöhe (AD)
Geschäftsführer der AnthroMed gemeinnützige GmbH
E-Mail: roland.bersdorf@anthromed.net







Dr. rer. nat. Andreas Jäschke, VR Ita Wegman Klinik
Vorstand Verband anthroposophischer Kliniken
E-Mail: andreas.jaeschke@klinik-arlesheim.ch





 
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