Berufsgruppe der Anthroposophischen Heilpraktiker

Seit 2012 sind die Anthroposophischen Heilpraktiker in der IKAM vertreten; ein Anlaß zu fragen: Wer sind wir? Was tun wir? Was wollen wir?
„Wir sind Anthroposophen und wir sind Heilpraktiker“ war das Motto von Heilpraktikern um das Ehepaar Knür, die sich 1978 in den Räumen der WALA zu einer informellen Arbeitsgemeinschaft in zusammenfanden. 1992 wurde hieraus auf Anregung von Michaela Glöckler die AGAHP e.V. gegründet. Seitdem sind die Anthroposophischen Heilpraktiker als Berufsgruppe in der medizinischen Sektion vertreten.
Entwicklung der Anthroposophischen Heilkunde im Innern - esoterische Kernbildung:
Vom ersten Geschäftsführenden Vorstand Werner Schmötzer wurde mit der medizinischen Sektion und der GAÄD die Vereinbarung getroffen, daß die Anthroposophischen Heilpraktiker die „Anthroposophische Heilkunde“ ausüben.
In AGAHP-Arbeitskreisen wurden und werden die Grundlagen dieser „Anthroposophischen Heilkunde“ erarbeitet. Neben der Mitgliedschaft in der Anthroposophischen Gesellschaft war die Erlangung der Mitgliedschaft lange an ein „Probejahr“ mit Zustimmung eines Arbeitskreises gebun-den, um eine stabile Identität zu gewährleisten.
Ab 2006 erfolgte eine weitere Stabilisierung in Form einer esoterischen Kernbildung durch Zusam-menkünfte der Klassenmitglieder, die von Eberhard Klute, seit 2010 von Alexander Schadow geleitet werden.
 
Entwicklung der Anthroposophischen Heilkunde nach außen - Markenzeichen:
Durch Vortragstätigkeit von Werner Schmötzer als Weleda-Mitarbeiter wurden die Anthroposophi-schen Heilpraktiker bekannter.
Von Michaela Glöckler kam dann 2004 der Impuls für ein Zertifizierungsverfahren der Anthroposo-phischen Heilkunde. Ein informeller Kontakt zur IKAM wurde etabliert, mit dem Ziel, zu einem inter-nationalen Berufsbild des Anthroposophischen Heilpraktikers zu gelangen.
2005 wurden die Aufgaben der Berufsgruppenkoordination sowie der Geschäftsführende Vorstand von Renate Künne übernommen.
Es galt nun, die beiden Pole in der AGAHP: die Wala-Weleda-Verordner mit z.T. loser Verbindung zur Anthroposophie und die Anthroposophen, mit z.T. geringen Kenntnissen anthroposophischer Therapien in einem gemeinsamen Selbstverständnis zusammenzuführen.
Hierzu wurde das Leitbild des Anthroposophischen Heilpraktikers erarbeitet.
Durch Mitgliedschaft bei ANME, die Berufsgruppentreffen während der medizinischen Jahrestagung und Kontakte zu Kollegen im Ausland wurde die Internationalität des zu entwickelnden Berufsbildes ins Auge gefasst.
So konnten wir 2010 im Rahmen des CAM-Mapping eine international gefasste Dokumentation der Anthroposophischen Heilkunde einreichen, welche die Grundlage bildete für das 2012 von der IKAM anerkannte Berufsbild.
Die Anthroposophische Heilkunde (AGAHP)® ist seit 2012 eine eingetragene Marke.
 
Von der Arbeitsgemeinschaft zum Berufsverband.
Ein weiteres Arbeitsfeld zeichnete sich 2005 ab: Errungenschaften, die durch persönliche Bezie-hungen zustande gekommen waren, mußten in die Zuständigkeit der AGAHP überführt wurden, um dauerhaft erhalten zu bleiben: Dies betraf:
  • Die Finanzierung aus Mitgliedsbeiträgen statt durch Firmenspenden
  • Die Schaffung einer ersten dokumentierten Anerkennungsstufe im Rahmen eines Qualitätssicherungssystems für die in Arbeitskreisen erarbeiteten Inhalte.
  • Die Erlangung des Vorschlagsrecht der AGAHP für die Arzneimittelkommission C
  • Die Etablierung der AGAHP als Teilnehmer bei den Zusammenkünften der Heilpraktikerverbände in Deutschland.
  • Die Aufnahme der Bezeichnung „Berufsverband“ in die Satzung und die Anerkennung als Berufsverband durch das Finanzamt.
  • Bei den vereinsrechtlichen Formalien hat uns hier Alexander Schadow sehr kompetent unterstützt. Von 2010 bis 2014 war er 1. Vorsitzender der AGAHP und stellvertretender Berufsgruppenkoordinator. 2014 folgte er Renate Künne als Geschäftsführender Vorstand der AGAHP und als Berufsgruppenkoordinator. Seit 2015 ist Michael Voelkel 1. Vorsitzender der AGHAP.
 
Öffnung nach Außen und die Nachwuchsfrage
Immer öfter wurden Anfragen von Kollegen an uns gerichtet nach einer Fortbildung in Anthroposo-phischer Heilkunde auch über die Arbeitskreise der AGAHP hinaus. Diesen Anfragen konnte ent-sprochen werden, indem zunächst von verschiedenen Mitgliedern Fortbildungen in Eigeninitiative außerhalb der AGAHP angeboten wurden.
Eine Koordination unserer Ressourcen auf diesem Gebiet fand 2008 statt: Alle Mitglieder, die Fortbildungen in Anthroposophischer Heilkunde anbieten, haben sich zu einem ersten Dozenten-Kolloquium zusammengefunden.
Hieraus speist sich das Dozententeam unserer Verbandschule ANTHROPOS-SOPHIA, deren Förderung inzwischen in unserer Satzung verankert ist. Jährlich finden im Rahmen der AGAHP-Frühjahrstagung in Spöktal bei Bispingen Veranstaltungen der Verbandsschule statt.
Seit 2012 ist auch die außerordentliche Mitgliedschaft (ohne Stimmrecht) in der AGAHP möglich. Voraussetzung ist nur die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung. Wir möchten es jungen Kollegen möglich machen, frühzeitig Kontakt mit uns aufzunehmen und einen Rahmen schaffen, um die in der AGAHP erarbeitete Anthroposophische Heilkunde an die nächste Generation weiterzugeben.
2013: 25 Jahre Anthroposophische Heilpraktiker, 21 Jahre AGAHP e.V. und dann?
Wir freuen uns, daß wir als mündige Partner im Kreis der anthroposophisch-medizinischen Berufs-gruppen in unser Jubiläumsjahr gehen können und blicken der weiteren Zusammenarbeit freudig entgegen.
Unsere nächsten Ziele sind der Ausbau unserer Verbandschule, die Koordination aller anthro-posophischen Fortbildungsangebote für Heilpraktiker im Rahmen eines Akkreditierungsverfahrens sowie die weitere Fundierung der Anthroposophischen Heilkunde durch entsprechende Veranstaltungsreihen und einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit.
Satzung, Leitbild und Berufsbild des Anthroposophischen Heilpraktikers sowie das AGHAP-Handbuch finden Sie auf unserer homepage: www.agahp.de.
 
Koordination und Kontakt:
Arbeitsgemeinschaft anthroposophischer Heilpraktiker –Berufsverband für Anthroposophische Heilpraktiker AGAHP
Geschäftsführender Vorstand: Alexander Schadow
AGAHP-Geschäftsstelle
Herzogin-Agnes-Platz 8, DE-29336 Nienhagen
Telefon: +49 5144 / 49 54 17 und +49 5085 / 95 60 100,
Fax: +49 5144 / 49 54 18
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