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Zusammenstellung der detaillierten Arbeitsgruppenbeschreibungen

Hier finden Sie die detaillierten Arbeitsgruppenbeschreibungen, sofern eine solche vorhanden ist. Bei jeder dieser Beschreibungen findet sich ein Link zurück zu der Kurzversion und damit zu der Arbeitsgruppenübersicht der jeweiligen Wochenhälfte.

 

X18 Mit der Biographiearbeit das Wirken der vier Elemente, vier Ätherarten und darin die Ich-Entwicklung erleben und im therapeutischen Gespräch nutzen

Im Lebenslauf zeigen sich dieselben Gesetzmäßigkeiten, die den menschlichen Leib bilden, in der Zeit. Die Wirksamkeit unseres Ich in der Biographie zu kennen, führt zu einem tieferen Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Wir werden die Qualitäten der vier Elemente und der vier Ätherarten im Lebenslauf bis 21 und die Verwandlung in die Seelenqualitäten der Empfindungs-, Verstandes- und Bewusstseinsseele bis 42 beschreiben. Die Verwandlung zu den geistigen Qualitäten von Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch können wir als Möglichkeit zur Selbstverwirklichung nach 42 kennenlernen. Es braucht eine persönliche Zukunftsvision, damit nach 63 ein „Verjüngern“ der Ätherkräfte in den Zukunftsraum möglich wird.
Mit dem Mindmap „Biographiearbeit im Lebenshaus“ als Visualisierungsmethode können sowohl die allgemeinen Gesetzmäßigkeiten als auch die persönlichen Entwicklungsthemen und Krisenpunkte erfasst werden und im therapeutisch-biographischen Gespräch heilsame zukunftsorientierte Lösungsansätze erarbeitet werden. Wie können die schicksalsbestimmenden Kräfte der ersten Lebenshälfte mit den schicksalsbefreienden Kräften der zweiten Lebenshälfte zu einer kraftvollen, authentischen Selbstverwirklichung verbunden werden? Wie finden wir zu unserem persönlichen Leitmotiv? Die Zukunftsaufgabe einer Bewusstseinsmedizin als moderne Karma-Arbeit wird mithilfe der anthroposophischen Biographiearbeit erlebbar.
In der Vertiefungsgruppe werden die biographischen Gesetzmäßigkeiten und typischen Krisenpunkte in Bezug auf das Tagungsthema vermittelt. Das Konzept der Biographiearbeit im Lebenshaus wird als Anamnesebogen oder biographisches Arbeitsblatt für den Patienten vermittelt.

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X20 Craniosacrale Osteopathie als Brücke zur Wahrnehmung des Ätherischen

Craniosacraltherapie ist aus der Osteopathie heraus entstanden. Sie hat als Grundlage das craniosacrale System, in welchem das Nervensystem, eingebettet in das Hirnwasser, rhythmisch schwingt. Wir wählen den Begriff der craniosacralen Osteopthie, weil wir als Grundlage unserer Wahrnehmung die rhythmischen Schwingungen haben. Diese sind jedoch nicht nur im Bereich des craniosacralen Systems spürbar, sondern überall im Menschen. Für die Wirkungsweise der craniosacralen Osteopathie gibt es bis heute nur Hypothesen als Erklärung. Woher kommen diese rhythmischen Schwingungen? Erst durch die anthroposophische Menschen- und Kosmoskunde können wir diese Therapie verstehen. Es ist jedoch auch sehr beeindruckend, wie viele Forscher und Lehrer die craniosacrale Osteopathie durch die reine Wahrnehmung entwickelt haben, ohne einen geisteswissenschaftlichen Hintergrund. Der Beginn dieser Forschung hat christliche Wurzeln. Der christliche Mystiker Emanuel Swedenborg hat 1744 in seinem lateinischen Text „De Cerebro“ („Über das Gehirn“) Folgendes geschrieben: „[...] pulsierende Flüssigkeit, die die craniosacrale Flüssigkeit anregt, die wiederum den ganzen Leib weiter anregt“. In den letzten 50 Jahren hat ein wachsendes Interesse an dieser Therapie stattgefunden und inzwischen gibt es viele Therapeuten in der ganzen Welt. Eine zunehmende Anzahl anthroposophischer Ärzte und Therapeuten sind inzwischen in dieser Arbeit ausgebildet, die zutiefst mit Rhythmus und Ätherleib verbunden ist. Die Gründerväter der Osteopathie, Dr. Andrew Taylor Still (1828–1917) und William Garner Sutherland (1873–1954) entwickelten in den USA die therapeutischen Grundlagen, aus denen heraus diese moderne Therapie entstand. Beide waren tief spirituelle Menschen, die in Metaphern, wie „Atem des Lebens“, von der Göttlichkeit sprachen. Dieser „Atem des Lebens“ ist bis heute ein Begriff in der Craniosacraltherapie, der die rhythmischen Schwingungen und ihre Ursprünge erklärt. Diese Arbeit wurde aufgenommen und von einem kleinen Kreis spirituell interessierter Osteopathen weiterentwickelt. Ab 1970 begann Dr. John E. Upledger, ebenfalls Osteopath, mit neuen Forschungen und begründete eine Ausbildung in Craniosacraltherapie (CST). Von ihren Ursprüngen her trägt CST eine spirituell offene Haltung in sich. Die Therapeuten, die diese Methode anwenden, haben unterschiedlichste spirituelle Hintergründe. CST ist keiner Richtung zuzuordnen, obwohl die Gründer einen westlich christlichen Hintergrund haben. So ist CST gut geeignet, sich in ein anthroposophisches Umfeld hinein zu erweitern, da es frei von spirituellen Strömungen ist und trotzdem offen für Seelisch-Geistiges.

Rudolf Steiner, Cerebrospinalen Flüssigkeit (CSF) und „innere Musik“, - Rudolf Steiner wies selbst vielfach auf die Beziehung zwischen Leben und Rhythmus hin. An vielen Stellen – u. a. im ersten Kapitel der „Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik“ (GA 293) – zeigt er den Zusammenhang von Atmung und heute so genannten „Fluid Flow“, flüssigen Strömungen der Cerebrospinalen Flüssigkeit (CSF). Steiner ging weiter und stellte die Verbindung zu den anderen Wesensgliedern und zum menschlichen Denken her. Er gab uns das Bild des Nervensystems als die „Leier des Apoll – das aus dem Astralleib heraus gebildete innere musikalische Instrument (Anthroposophie – eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren: Kapitel 4, GA 234). Dann beschreibt er den subtilen Prozess, in dem die Atmung in den cerebrospinalen Kanal eintritt und aufwärts zum Gehirn pulsiert wie das „schönste Abbild dieser innerlichen Musik“. Ätherkräfte und „Flow“ / fließende Bewegung: So wie Swedenborg 1744 und Steiner 1919 haben moderne Autoren in CST beschrieben, wie der rhythmische, flüssige Bewegungsstrom der CSF die Lebenskräfte an die Menschen vermittelt. Sie benützen die Begriffe Sutherlands – „Potenz“, „Intelligenz“ und „Atem des Lebens“ – in Bezug zur rhythmischen Natur von CSF. Aus anthroposophischer Sicht sind diese Worte Beschreibungen der Ätherkräfte. Ähnlich dem Ruhemoment in der Blutzirkulation, der in der Herzkammer stattfindet, kann es zu einem „Stillpoint“ im Rhythmus der CSF kommen. Diesen besonderen Moment will die CST wahrnehmen. In diesem Lauschen schafft die intuitive Verbindung von Therapeuten und Klienten die Möglichkeit für das Wirken der heilenden Ätherkräfte. Die anthroposophische Sichtweise erweitert das Verständnis und die Praxis der CST im Kontext der Anthroposophischen Medizin, mit dem Wissen um die höheren Wesensglieder und die geistigen Wesen, die geistig, seelisch und körperlich in Beziehung zum individuellen Menschen stehen. IAN CST (International Anthroposophic Network for Craniosacral Therapy) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Forschungen der craniosacralen Osteopathie mit den Forschungen Rudolf Steiners zu verbinden und weiter zu forschen, um diese Therapie in ihrer Wirksamkeit zu verstehen. 2019 fand im Goetheanum ein Arbeitstreffen dazu statt, zu dem Therapeuten aus vielen verschiedenen Ländern zusammenkamen.

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X29 Phänomenologie des Ätherischen in der Physik

In seinem sog. „Wärmekurs“ vom Anfang des Jahres 1920 an der jungen Waldorfschule in Stuttgart stellte Rudolf Steiner einen besonderen Weg zu den Elementen und Ätherarten vor. Er zeigt auf, wie man in der Verbindung von Sinnesanschauung, Experiment und innerer Anschauung des Denkens, die man an den Tatsachen der Natur orientiert, zur Bildung exakter Imaginationen der Elemente und Äther kommen kann. In der Arbeitsgruppe soll weder eine „vollständige“ Theorie der Elemente und Äther vorgestellt werden noch will sie zu schnellen Erlebnissen führen. Sie möchte am Beispiel der Betrachtung von Strömungsbewegungen auf eine von Rudolf Steiner angeführte wissenschaftlich Methodik hinweisen, die eine Grundlage bietet, sich in der Welt der Elemente und Äther bewusst zurechtzufinden.

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S43 Alterskultur und Altenpflege: Initiativen und Erfahrungen aus aller Welt

Zur Vorbereitung dienen folgende Fragen: Welche Aufgabe hat sich die Initiative vorgenommen?
Welche Grundgedanken aus der Anthroposophie sind wegweisend?
Gibt es Verbindung zu den Idealen Freiheit, Weisheit und Liebe in Bezug zu Gesundheit und Krankheit?
Wer hat den Gründungsimpuls erlebt und durchgetragen?
Wie wird die Verbindung zu Anthroposophie lebendig erhalten?
Wie wird Verantwortung wahrgenommen?
Gibt es Konferenzen und wie werden diese gestaltet?
Welche Voraussetzungen brauchen Mitarbeiter, die an der Aufgabe mitwirken möchten?
Was kann frei gestaltet werden?
Gibt es gesetzliche Vorgaben, die zu beachten sind?
Gibt es staatliche Zuschüsse?
Wie werden die Mitarbeiter unterstützt für die eigene Entwicklung?
Gibt es Menschen, die strategisch für die Zukunft arbeiten?
Welche Formen der Beteiligung gibt es?

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S44 Wärme in der Pflege

Die Wärme ist ein wichtiger und besonderer Aspekt in der Pflegetätigkeit. Es geht um die Wärme in der Begegnung, in der Patientenbegegnung und die Wärme in Bezug auf pflegerische Anwendungen. Beispielhaft werden exemplarisch Anwendungen im Sinne von Äußeren Anwendungen vorgestellt.

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S48 Schwangerschaft – Geburt – frühe Kindheit

Erfahrungen aus der gynäkologischen Praxis, der Notfallpädagogik, der frühkindlichen institutionellen Betreuung, der Frühförderung und der Beratung von Familien und Eltern innerhalb eines pädagogisch-therapeutischen Zentrums bilden den Hintergrund für unser Anliegen, gemeinsam an einer Haltung zu arbeiten, die werdende Eltern und Familien unterstützt, für ihre Kinder eine Umgebung zu sein, die die Gesundheit fördert. Innerhalb der Medizinischen Sektion sind diese Disziplinen miteinander im Gespräch und haben in der CARE-I-Arbeitsgruppe Gesichtspunkte erarbeitet.
Mit Austausch, Übungen, gemeinsame Fallbetrachtungen – u. a. auch anhand eines Videobeispiels – soll die interprofessionelle Zusammenarbeit zugunsten der Stabilität von Familien heute angeregt werden.

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S50 Der Tierarzt, eine Brücke zwischen der Gesundheit der Tiere und der Menschen

Es wird immer deutlicher, dass die Beziehung zwischen Mensch und Tier sowie zwischen und Natur für die wahre Salutogenese von grundlegender Bedeutung ist. Ernährung spielt eine große Rolle: So ist die physische Fütterung von Tieren ebenso wichtig wie die „Fütterung“ der menschlichen Seele durch ihre Beziehung zum Haustier. Wie viel Bedürfnis haben wir nach Tieren für unser Wohlbefinden? Wir sprechen alle über das Wohlergehen der Tiere in diesem Jahrhundert, in dem Tiere wie nie zuvor die Würde einer Existenz / eines lebenswerten Lebens verloren haben. Aber in Wahrheit spiegeln uns die Tiere die eigene Existenz mit allen auch negativen Facetten. Wie können wir uns also unseren Nutztieren nähern, die nicht mehr in der Wildnis leben können, sondern gefangen und in Käfigen gehalten? Und wie können wir auf unsere Haustiere zugehen, die wir in unsere Wohnungen einschließen?
Das Tier ist der Spiegel des Menschen, es opfert sich für diese Erkenntnis. Der Tierarzt heilt das kranke Tier, aber erzieht auch die Besitzer zu einem vernünftigen Verhältnis zu ihm. Die Krankheit des Tieres verrät viel über die Verhaltensweisen seines Besitzers. Sehr oft wird ein anthroposophischer Tierarzt konsultiert, wenn es für ein krebskrankes Tier keine andere Lösung mehr zu geben scheint, wodurch die Besitzer die Misteltherapie und andere Arzneimittelbehandlungen kennenlernen und darin auch eine Möglichkeit für sich selbst sehen.

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S52 Trauma, Resilienz und post-traumatisches Wachstum

Anhand von Fallbeispielen mit Biographie, traumatischem Ereignis, erfolgtem Therapieverlauf und Outcome werden wir die Faktoren der Patienten erarbeiten, welche zur mehr oder minder gelungenen Heilung beigetragen haben. Zusätzlich zur dargestellten Art der vorgenommenen therapeutischen Interventionen werden wir den Heilbedarf des jeweiligen Patienten in Bezug auf seine vier Wesensglieder erarbeiten. Entsprechend dem Stadium der Trauma-Folgestörung werden wir einen theoretischen, optimalen Behandlungsplan erstellen. Dieser wird insbesondere auf die Nutzbarmachung der vorbestehenden Resilienzfaktoren fokussieren sowie auf der Erschließung neuer Ressourcen, die im Lebensplan dieses Menschen prinzipiell verankert sind.

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X67 Anthropofonetik: Heilen aus dem musikalischen und lautlichen Bau des Menschen heraus

Die Anthropofonetik ist eine neue Behandlungsmethode, die den Zusammenklang von Tönen, Lauten und Berührung (mit den Händen auf den Leib gestrichene Formen) nutzt und auf diesem Wege zu einer Harmonisierung der Wesensglieder führt u. a. m. Sie schließt damit an die Frage Ita Wegmans nach einer zeitgemäßen Mysterienmedizin an und führt dies im Umgang mit Laut- und Tonkräften weiter sowie im Umgang mit den auf den Leib gestrichenen Formen. Hier wird stark an die planetarischen Formen angeschlossen.
Die bisher gesammelten Erfahrungen mit dieser Methode zeigen erstaunliche Heilungserfolge bei verschiedenen Erkrankungen.
Die Anthropofonetik umfasst Behandlungsformen, die in einer Ausbildung für Ärzte und einer weiteren Ausbildung für Therapeuten neben den Grundlagen gelernt werden können. Die ärztliche und therapeutische Wirksamkeit kann so eine deutliche Steigerung erfahren.
Eine ausführlichere Beschreibung ist in der März/April-Ausgabe von 2019 in der Zeitschrift für Anthroposophische Medizin „Der Merkurstab“ nachzulesen.
Im Kurs soll eine theoretische Einführung in die Anthropofonetik und die Möglichkeit zur praktischen Erfahrung einer Behandlung mit dieser neuen Heilmethode gegeben werden.

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X69 Der Regenbogen als Brücke, künstlerische Übungen zum Regenbogen in der Kunsttherapie nach Margarethe Hauschka unter Verwendung von Pflanzenfarben

Der innere Regenbogen als doppelte Umkehrung im Äther- und im Astralleib stellt die Wirksamkeit des Farbigen im Menschen dar. Hierzu werden künstlerische Übungen durchgeführt, welche auf die Arbeit von Margarethe Hauschka zurückgehen. Der Regenbogen gilt als Urbild für die Verbindung des Menschen von der irdischen zur geistigen Welt. Die Wirkung der Regenbogenfarben zeigen immer eine vollkommene Harmonie, unter deren Einsatz sich der Mensch vollkommener fühlen kann, Blockaden aufgelöst werden können und Heilungsprozesse angeregt werden. Zugleich wird die Gesetzmäßigkeit der Farbenlehre, die Evolution des Farbigen im Kosmos sowie der Planetenfarben (jedem Planeten ist eine Farbenwelt zugeordnet, welche der Farbenlehre nach Goethe entspricht) thematisiert. Hinzu kommt die Wirksamkeit der Pflanzenfarben als die Farbigkeit, welche dadurch entsteht, dass das Sonnenlicht, durch Planetenwirkungen modifiziert, den Pflanzen substantiell verschiedene Farbigkeiten verleiht. In der Kunsttherapie kann die Pflanzenfarbe neben anderen als ein heilsames Mittel eingesetzt werden.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

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X73 Das Ereignis als Brücke – Biographiearbeit

Für die Arbeitsgruppe erscheinen Sie bitte in bequemer, bewegungstauglicher Kleidung und bringen Eurythmieschuhe o. Ä. mit.
Eine Teilnahme an allen drei Einheiten ist wünschenswert, auch wenn jeder Tag einen eigenen Schwerpunkt hat. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

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X75 „Freiheit Weisheit Liebe“ und „Denken Fühlen Wollen“ in der Heileurythmie

- Die Verbindung von „Denken Fühlen Wollen“ in der heileurythmischen Bewegung.
- Führt uns ein vertieftes Üben zu den Idealen „Freiheit Weisheit Liebe“?
- Welche Rolle spielt die seelisch-geistige Aufgabe im therapeutischen Eurythmisieren beim „Abfotografieren“˜ (Konsonant) und die „gefühlsmäßige Anschauung“ (Vokal) auf einem möglichen Weg zu diesen Idealen?
Die Wesensgliederverschiebung in der Heileurythmie als Verständigungshilfe zu diesen Fragen. Der im Lauteurythmiekurs beschriebene Weg des Willens und des Gedankens im Menschen, verbunden mit den Tierkreiskräften, veranschaulicht das menschengemäße Ineinandergreifen von Gedankenleben und Willenstätigkeit.

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X83 Elementare Gesundheitspflege und Elementartherapie

SELBSTREGULATION IN DER ELEMENTAREN GESUNDHEITSPFLEGE UND ELEMENTARTHERAPIE

1. Der Gegenspieler krankmachender Prozesse
Die elementaren Anwendungen wirken mit der natürlichen Begabung des Menschen zur Selbstregulation. Selbstregulation im hier verstandenen Sinne umfasst die im Menschen integral wirkenden Kräfte, die sowohl im Organismus als auch im Seelisch-Geistigen gesunderhaltend oder gesundend wirken und durch Äußere Anwendungen und Medikamente, aber auch durch gesundende Umwelteinflüsse unterstützt und gestärkt werden können.
Einen Zugang zum Verständnis der Selbstregulation bietet die Aussage der Salutogenese, dass Gesundheit kein statischer Zustand ist, sondern ein stetiger, dynamischer Prozess zwischen gesundenden und krankmachenden Einflussgrößen. Bereits zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts hatte Rudolf Steiner zusammen mit Ita Wegman in einer grundlegenden Beschreibung der durch geistige Erkenntnisse erweiterten Medizin auf diesen Sachverhalt hingewiesen, indem er betonte, dass in der naturgegebenen Konstitution des Menschen kränkende und gesundende Einflüsse zugleich wirksam sind. Aaron Antonovsky griff dieses Thema erneut auf und sprach von einem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum. Die Selbstregulation hat für den labilen Gleichgewichtszustand zwischen gesundenden und kränkenden Faktoren eine entscheidende Bedeutung. Sie bewirkt in rhythmisierenden Prozessen, im fortwährenden Erzeugen des Gleichgewichts zwischen extremen Polen die „Wiederherstellung der Ordnung lebendiger Prozesse“ (Christel Heidemann) durch gesunderhaltende Kräfte des Menschen.
In der Integrativen Medizin werden die mit der Selbstregulation verbundenen Prozesse im Organismus als Wirkungen der den Organismus steuernden und belebenden Lebenskräfte-Organisation angesehen. Diese zeigt sich nach Christel Heidemann auch im Fließen der Meridianströme.

2. Ein komplexer, dynamischer Prozess
Jeder Mensch verfügt über die Begabungen zur Selbstregulation. Diese ist nicht begrenzt auf Wirkungen in den rein physiologischen Prozessen in den Zellen und Zellverbänden im Organismus, sondern ist auch von inneren, seelisch-geistigen Einflüssen, wie z. B. Stimmungen, Gedanken, weltanschaulichen, ethischen, religiösen Einstellungen und Verhaltensweisen sowie von der Lebensart des Menschen mit bestimmt. Dies wird durch die neue Forschungsrichtung der Epigenetik bestätigt. Nicht nur der physische Organismus bzw. die Lebenskräfte-Organisation, sondern auch das Selbstbewusstsein hat die Möglichkeit, seelische und physiologische Prozesse im Sinne einer salutogen verstandenen Selbstregulation anzuregen oder negativ zu beeinflussen. Nach Peter F. Matthiessen ist die Selbstregulation beim Menschen ein komplexer, dynamischer Prozess von autonomen Leistungen, sei es unbewusst auf der Ebene leiblicher Selbstordnungsvorgänge, sei es in Form vorbewusster seelischer Verarbeitungs- und Bewältigungsstrategien oder als bewusste Arbeitsleistung des Ichs. Dadurch entsteht die jeweils individuelle, eigengesetzliche und autonome Dynamik in der Lebensbewältigung auf leiblicher, seelischer und personal geistiger Ebene. Selbstregulation lässt sich in diesem Verständnis unter drei Einzelaspekten beschreiben, die jedoch miteinander verbunden sind und sich gegenseitig verstärken oder hemmen können:
- unbewusst auf der Ebene leiblicher Selbstordnungsvorgänge. Diese werden über die Vitalkräfte, die hier und im Weiteren Lebenskräfte-Organisation genannt werden, gesteuert. Sie sind es, die in den physiologischen Prozessen die Lebensvorgänge herstellen, tragen und gegen zersetzende Einflüsse bewahren;
- in Form vorbewusster seelischer Verarbeitungs- und Bewältigungsstrategien. Auch die Seele verfügt über selbstregulative Energien;
- als bewusste Arbeitsleistung des Ich als Aktionszentrum und Träger der Willensimpulse und Motive. Hierher gehört jedoch vor allem der Wille, gesund zu bleiben bzw. zu werden, ungesunde Gewohnheiten zu überwinden, aus einer resignativen Ergebenheit durch eine neue Sinnfindung herauszukommen u.a.m.
Die Stimulationen der elementaren Anwendungen im Dreiklang von Wärme, Licht und Bewegung wirken verstärkend auf die Lebenskräfte und damit direkt auch auf die eigene Selbstregulation des Klienten oder Patienten. Hierin, nicht in der Zuführung fremder Energien durch den Anwender, ist die objektive Grundlage für ihre Wirkungen zu sehen. siehe dazu: Erna Weerts: Dynamisierende Selbstregulation. hpsmedia 2017, 2. Aufl., S. 37ff.

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S90 Infektionserkrankungen, therapeutische Konzepte und Patienteninformationen

Wir besprechen die Therapiekonzepte einfacher Krankheiten der oberen Luftwege, des Brustbereichs und der Harnwege, die Selbstpflege und die Therapien sowie die Äußeren Anwendungen. Diese werden Schritt für Schritt gezeigt, sodass sie nach vollziehbar sind.

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S95 Brücken bauen in der sozialtherapeutischen Gemeinschaft

Um eine Vorbereitung mit der Punkt-und-Kreis-Meditation wird gebeten.

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S96 Eigenaktivität als kuratives Element: Meditation und Heileurythmie

Rudolf Steiner hat seit 1904 bewegungsorientierte Meditationen angeregt. Für individuelle Patienten empfahl er zwischen 1921 und 1924 neben heileurythmischen Angaben bestimmte Meditationen. Beides, die Durchführung von Meditation und Heileurythmie, erfordert die Eigenaktivität des Patienten. Diesem Zusammenhang werden wir aktiv übend begegnen: Das individuelle Erleben in der intentional geführten Bewegung bildet die Grundlage für die Annäherung an die Frage, inwiefern ein kurativer Effekt durch die eigenaktive Komponente von Heileurythmie und körperbezogener Meditation gegeben ist. Im Fokus stehen in diesem Workshop Angaben zu neurologischen Fragestellungen. An jedem der drei Tage werden wir aufeinander abgestimmte heileurythmische und meditative Übungen sitzend und uns bewegend ausführen und darüber zur Ausgangsfrage des kurativen Effekts ins Gespräch kommen. Eigene Erfahrungen aus dem Bereich sind willkommen. Die Übungen in Bewegung sollen gleichsam einen Ausgleich zum vielen Sitzen, die Meditationen einen Ausgleich zum vielen Zuhören bzw. Sprechen bilden.
Vorbereitende Literatur:
- Ärztekollegium, Verein Klinisch-Therapeutisches Institut, Ita Wegman Klinik (Hg.). Meditative Anweisungen und Texte für Patienten, von Rudolf Steiner, als Arbeitsmaterial für Ärzte. Arlesheim 1997.
- Steiner R. Mantrische Sprüche. Seelenübungen Band II, 1903–1925. GA 268. 2. Aufl. Dornach: Rudolf Steiner Verlag 2015.
- Medizinische Sektion am Goetheanum (Hg.). Meditationen zur Herztätigkeit gegeben von Rudolf Steiner. Dornach 2013.
- Glöckler M. (Hg.). Meditation in der Anthroposophischen Medizin: ein Praxisbuch für Ärzte, Therapeuten, Pflegende und Patienten. Berlin: Salumed Verlag; 2016.
- Girke M. Licht – in Meditationen von Rudolf Steiner. Dornach: Medizinische Sektion am Goetheanum 2018.
- Steiner R. Seelenübungen Band I. Übungen mit Wort- und Sinnbild-Meditationen zur methodischen Entwicklung höherer Erkenntniskräfte, 1904–1924. GA 267. 2. Aufl. Dornach: Rudolf Steiner Verlag 2001.
- Selg P. Das geistige Licht. Heilmantren Rudolf Steiners. Dornach: Verlag des Ita Wegman Instituts 2018.
- Selg P. Patienten-Meditationen von Rudolf Steiner. Dornach: Verlag des Ita Wegman Instituts 2019.
- Walter H. Grippe, Encephalitis und Poliomyelitis. Arlesheim 1950.
- Walter H. Der Krebs und seine Behandlung: eine Sammlung von Krankengeschichten mit Hinweisen von Rudolf Steiner. Für das Klinisch-Therapeutische Institut Arlesheim. Arlesheim: Arlesheimer Verlag für Krebsforschung 1953.
- Walter H. Die Pflanzenwelt: ihre Verwandtschaft zur Erden- und Menschheitsentwicklung. Arlesheim: Natura Verlag 1971.
- Walter H. Abnormitäten der geistig-seelischen Entwicklung in ihren Krankheitserscheinungen und deren Behandlungsmöglichkeiten: Mit Hinweisen von Rudolf Steiner. Dornach: Verlag am Goetheanum 1987.
- Walter H. Die sieben Hauptmetalle ihre Beziehungen zur Welt, Erde und Mensch. Als Hintergrund zum Verständnis einer Sammlung von Krankengeschichten mit therapeutischen Hinweisen von Rudolf Steiner. Dornach: Verlag am Goetheanum 2010.
- Degenaar AG. Krankengeschichten Krankheitsfälle und andere medizinische Fragen, besprochen mit Dr. Rudolf Steiner. Dornach: Verlag am Goetheanum 2008.
- Steiner R. Mysterienstätten des Mittelalters. Rosenkreuzertum und modernes Einweihungsprinzip. GA 233a. 5. Aufl. Dornach: Rudolf Steiner Verlag 1991.
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S104 Konzepte einer anthroposophisch erweiterten Palliativversorgung

Die vier Wesensglieder des Menschen und das „Total Pain“-Konzept von Cicely Saunders: Sowohl in der Anthroposophischen Medizin als auch in der Palliativmedizin findet der multiprofessionelle Ansatz eine wesentliche Verankerung. So integriert das Konzept einer (anthroposophisch erweiterten) Palliativversorgung selbstverständlich die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen: Ärzte, Angehörige von Pflegeberufen, Körpertherapeuten, Heileurythmisten, Kunsttherapeuten, Psychotherapeuten und Seelsorger. Der diagnostische und therapeutische Blick richtet sich in beiden Ansätzen aus einem ganzheitlichen Menschenbild heraus auf die verschiedenen Wesensebenen des Patienten: seine Leiblichkeit, seine Lebenssphäre integriert im sozialen Umfeld, seine Seelenwelt und seine geistige, spirituelle Verbundenheit.
Auf all diesen Ebenen kann der Palliativpatient, wenn auch nur phasenweise, Leiden erleben: In der Entwürdigung des Leibes durch Zerstörung seiner Unversehrtheit, Ästhetik und/oder Funktionalität erfährt der Mensch physischen Schmerz. In der Erschöpfung verfällt seine Lebendigkeit, und durch die damit verbundene Isolation von seinem soziokulturellen Umfeld erlebt er sozialen Schmerz. In der Verzweiflung und seelischen Haltlosigkeit innerhalb seiner Krankengeschichte verwickelt sich der Patient in psychischen Schmerz. Im spirituellen Schmerz leidet er an einer empfundenen Sinnlosigkeit seiner Krankheit oder gar seiner Lebensbiographie gegenüber, die seine bisherigen Glaubensgrundsätze völlig vernichten kann.
Dieses vierfach verschiedene, bis in die eigene Existenz hinein erfahrbare Leid („Total Pain“-Konzept nach Cicely Saunders) führt dann nicht selten zu einer vom Patienten verbal oder nonverbal geäußerten Todessehnsucht.
So arbeitet die (anthroposophisch erweiterte) Palliativversorgung durch all ihre Angebote zusammen mit dem Patienten an der Kräftigung seines Lebenssinnes, z. B. durch Äußere Anwendungen, an der Verlebendigung seines Lebensgefühls, etwa durch künstlerische Therapien, und an der Ermächtigung seines Lebenswillens, beispielsweise durch biographische und spirituelle Gespräche. Heileurythmie und (anthroposophische) Heilsubstanzen können auf allen Ebenen stärkend eingebunden werden. Die Stützung und Stabilisierung des sozialen Umfeldes, in dem der Patient eingebettet ist, spielt ebenso auf allen Begegnungsebenen eine entscheidende Rolle.
So steht in der Begleitung eines Patienten auch an seinem Lebensende noch der Entwicklungsgedanke im Vordergrund, der zur Würdigung seines Wesens, Bejahung seiner Existenz und Vollendung seiner Biographie beitragen kann.
In diesem Fachkurs werden an den drei aufeinanderfolgenden Kursstunden die Möglichkeiten der Stärkung des Lebenssinns, des Lebensgefühls und des Lebenswillens mit Elementen aus der Anthroposophischen Pflege, Kunsttherapie, Heileurythmie und einer spirituell gründenden Gesprächsbegegnung anhand praktischer Beispiele dargestellt.
Im gegenseitigen Austausch können miteinander die Impulse für eine anthroposophisch erweiterte Palliativmedizin fortentwickelt werden.

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S113 Die menschliche Aufrichte als Brücke zur Ganzheit und Gesundheit

Tag 1: Die eigene Aufrichte – was gibt sie mir, was passiert, wenn ich sie verliere. Wie reagiere ich auf Einflüsse der Außenwelt? Themen: Vertrauen, Kohärenzgefühl – bewegt und besprochen.
Tag 2: Weiterführung von Tag 1, Beleuchten von Schwere und Leichte in Bezug auf die Dreigliederungen Nerven-Sinnes-, Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System bzw. Denken – Fühlen – Wollen. Themen: Sinn, Handhabbarkeit.
Tag 3: Das Ich in der Aufrichte. Pendeln zwischen Innen und Außen, Zentrum und Peripherie, Welt und Selbst. Themen: Therapeutische Aspekte, Zusammenfassung.

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